Notebooks und der Klimaschutz

Recycling in Ghana

Symbolbild: Verbrennung von Geräten am Strand zur Gewinnung minimaler Kupfer- und Goldrückstände.

11. Juni 2019

Was hat denn ein Notebook mit dem Klimaschutz zu tun?

Viel mehr, als Ihr denkt. Abgesehen von der Belastung durch die Herstellung des Notebooks und seiner Teile geht es um Energieverbrauch und vor allem darum, was nach dem Ende der Nutzung damit passiert.

Ein kleines Mädchen aus Schweden kämpft seit 2018 sehr offensiv für den Klima- und Umweltschutz. Im Hochschwarzwald tut dies ein kleines IT-Unternehmen in aller Stille schon viele Jahre. Dort, wo die Welt noch in Ordnung zu sein scheint, ist man besonders geschockt, wenn man in einem australischen Forschungsbericht „Mitte des Jahrhunderts ist die Menschheit am Ende“ liest oder im Fernsehen einen Bericht über Recycling von Elektroschrott sieht.

„Der umweltbewusste Bürger bringt seine defekten Elektronik-Altgeräte brav zur fachgerechten Entsorgung auf den Recyclinghof. Wie die fachgerechte Entsorgung dann oft in der Realität aussieht, haben wir in einem Beitrag der ARD gesehen. Wir haben den Film auf unserer Homepage verlinkt, das sollte sich jeder mal ansehen.“

Ein weiterer Link zu diesem Thema führt uns auf die Internetseite von Planet Wissen. Vor 20 Jahren konnte man noch verstehen, dass mancher sich alle 1-2 Jahre ein neues Notebook gekauft hat – damals war das „Megahertz-Wettrüsten“ noch in vollem Gange.
Heute könnte man ohne Probleme aktuelle Software auf Geräten nutzen, die schon 10 Jahre oder noch älter sind - wäre da nicht die Industrie. Die Hersteller schieben der Weiternutzung über ihre Betriebssysteme und andere Sperren einen Riegel vor. Da fehlt es an „Support“ und Sicherheitsupdates, viele Programme, darunter z.B. aktuelle Browser, lassen sich gar nicht mehr installieren. Auf dieser Welt läuft vieles falsch.

„Wir fragen uns z.B. auch schon lange, warum ein Elektroauto nun unterm Strich umweltfreundlicher sein soll, als ein verbrauchsoptimierter Benziner. Das fängt bei der Produktion an (Rohstoffe), geht über die Nutzung (Strom kommt ja aus der Steckdose, ist also unbedenklich?) und endet wie bei den Notebooks mit der Frage, was passiert am Ende der Nutzungszeit? Landen z.B. verbrauchte Akkus auch wieder am Strand von Ghana?
Traurig belustigt sind wir auch immer wieder, wenn wir in einer der größten Onlinedruckereien etwas bestellen und am Ende der Bestellung gefragt werden, ob wir CO²-neutral drucken lassen möchten oder eine CO²-Ausgleichszahlung vornehmen möchten. Eine derartige Ausgleichszahlung füllt vielleicht irgendwelche Konten, aber hilft es dem Klima?
Wir sind zu klein, um die Welt zu ändern. Aber wir stemmen uns mit allem, was wir haben, gegen den Trend, alles, was noch funktionieren kann, einfach wegzuwerfen.“

Es gibt also Mittel und Wege, ältere Geräte weiter zu verwenden?

„Ja, die gibt es. Ältere Windows-Notebooks können Windows 10, nachdem sie ein paar Upgrades bekommen haben. Oder aber man installiert Linux, da ist vieles möglich. Wir selbst nutzen z.B. im Außendienst ein 12 Jahre altes Macbook. Technisch aufgerüstet, optisch aufgearbeitet und mit ein paar Tricks kam aktuelle Software drauf. Das Teil sieht aus wie neu und lenkt unsere Kunden regelmäßig mit sichtbaren Fragezeichen im Gesicht vom eigentlichen Gesprächsthema ab .“

das aufbereitete Macbook

Das Außendienst-Macbook der Firma KABARI.

Wir müssen auf nichts verzichten – nur etwas umdenken. Jedes Gerät, dass in einer Werkstatt anstatt im Container für Afrika landet, ist ein Beitrag zum Klimaschutz und ein Gewinn für die Umwelt.

Kommt gerne öfters auf unsere Blog-Seite, hier veröffentlichen wir immer wieder Aktuelles rund um das Thema Notebook-Reparaturen und Technik.